Eisen und Vitamin-D3

WIE WIRKEN SIE ZUSAMMEN IM KÖRPER?

Das vom Sonnenlicht abhängige, fettlösliche Vitamin D ist Vielen ein Begriff. Weltweit ist Vitamin D3-Mangel ein Problem.

 

Besonders in unseren Breitengeraden kommt es häufig im Winter zu Mangelerscheinungen.  Dies ist darauf zurückzuführen, dass die UV-B Strahlung durch die flache Einstrahlung der Sonne in Deutschland zwischen Oktober und März nicht die Intensität hat, die der Körper für die Eigensynthese benötigt. Insbesondere bei Personen über 60 Jahren ist zu beachten, dass die Vitamin D3-Bildung in der Haut bei Sonneneinstrahlung deutlich abnimmt. Auch wenn jüngere Menschen also im Sommer Ihre Vitamin D3-Speicher füllen können, kommt es trotzdessen im Sommer und vor allem in den dunkleren Monaten nicht selten vor, dass Vitamin D substituiert werden muss. (1)  Bei Sportlern scheint auch der Effekt von intensivem Training die Vitamin D3-Spiegel zu stören, vor allem, wenn in der Halle trainiert wird.

 

Was ist die Aufgabe von Vitamin D?

Besonders von Bedeutung ist Vitamin D für unseren Knochenstoffwechsel, da es die Calcium und Phosphataufnahme aus dem Darm fördert. Des Weiteren unterstützt Vitamin D auch ihren Einbau in unseren Knochen und sorgt so für stabilere Knochen. Langfristig kann ein Mangel deswegen auch Osteoporose begünstigen. 

 

Die Symptome des Vitamin D3-Mangels sind vielfältig:

  • Erschöpfung/Müdigkeit
  • Infektanfälligkeit
  • Haarausfall
  • Muskel/Knochenschmerzen
  • Verringerte Muskelkraft
  • Sportliche Leistungsfähigkeit
  • Bei Kindern: Wachstumsstörungen
  • Krebsabwehr
  • Mentale, psychische Symptome
  • Herzkreislauferkrankungen 

Sie überschneiden sich an einigen Stellen mit denen eines Eisen-Mangels.

 

 


Eisenzentrum Hannover, Praxis Dr. Matthias Marquardt, Eisen und Vitamin D3
Eisen und Vitain D beeinflussen sich im Körper gegenseitig positiv.

Was ist der ideale Vitamin D3 Serumspiegel?

 

Ihr Arzt misst im Blut sinnvollerweise den Spiegel von 25-Cholecalciferol, dies ist die für Ihren Speicher repräsentative Form des Vitamin D3. Je nach Labor wird der Wert in ng/ml oder in nmol/l angegeben. Der Faktor ist 2,5. 10 ng/ml entsprechen also 25 nmol/l. Eine Tabelle mit den empfohlenen Bereichen finden Sie hier:


    ng/ml = µg/l  nmaol/l   
  Überdosierung 150 375   
  Überdosierung 100 250  
  leichte Überdosierung 80 200  
  Ideal 60 150  
  Ideal 50 125  
  Ideal 40 100  
  leichter Mangel 30 75  
  Mangel 20 50  
  ausgeprägter Mangel 10 25  

 

Für die oben empfohlenen Serumspiegel von 25-Cholecalciferol empfehle ich eine Substitution von 3.000 I.E. Vitamin D3 am Tag oder 20.000 I.E. pro Woche. Dabei sind relevante Überdosierungen nicht zu erwarten, es sollte jedoch nach 3 Monaten eine Spiegelkontrolle erfolgen, um eine Überdosierung zu verhindern.

 

Vitamin D und Eisen

Neuere Untersuchungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Eisen und Vitamin D sich gegenseitig in ihrer Funktion im Körper positiv beeinflussen.  Des Weiteren sind viele Studien zu dem Schluss gekommen, dass ein niedriger Eisenstatus und ein niedriger Vitamin D Status oft zusammen auftreten. (2)

So wurde gezeigt, dass gerade ein Vitamin D Mangel den Eisenstatus verschlechtern und das Risiko einer Anämie steigern kann. Die genauen Mechanismen hier sind zwar noch nicht genau bekannt, allerdings wird vermutet, dass Vitamin D über die Freisetzung von Botenstoffen (Cytokine) die Hepcidin-Ausschüttung erhöht, was die Eisenaufnahme reduziert. (3)

 

Forscher vermuten, dass reduzierte Eisenspiegel auch die Vitamin D3-Eigensythese stören, was erklären könnte warum in einzelnen Studien die Gabe von Eisen die Vitamin D3-Spiegel erhöhte. Insgesamt ist dieser Mechanismus allerdings noch weitgehend ungeklärt, so dass mehrheitlich (noch) bestritten wird, dass eine Eisen Supplementation alleine den Vitamin D3-Spiegel verbessert. (4)

 



QUELLEN

(1) https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Vitamin_D/Vitamin_D_FAQ-Liste.html

(2)   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5852743/

(3) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25097830

(4)  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5159690/